Kommunikation und Wertschöpfung: Unternehmenskommunikation ist Chefsache

Unternehmenskommunikation ist Managementaufgabe und Chefsache. Sie muss strategisch geplant, organisiert und strukturiert umgesetzt sowie evaluiert werden. Sie ist kein Selbstzweck und keine Allzweckwaffe. Sie setzt Energien frei, die sich isoliert von Personal-, Management- und Organisationsentwicklung nicht entfalten und nicht genutzt werden kann.

Zentrale Rolle des Managements

Daher kommt dem Management, den Führungskräften eine zentrale Rolle in der Unternehmenskommunikation zu. Sie sind die handelnden Akteure, die die Prozesse gestalten und den Dialog mit den Mitarbeitern führen. Sie müssen in die Lage versetzt werden, eine nachhaltige und zielorientierte Kommunikationsstrategie zu konzipieren und langfristig umzusetzen.

Welchen Beitrag leistet die Unternehmenskommunikation zur Wertschöpfung?

Das Tempo, mit dem sich die Rahmenbedingungen für wirtschaftliches und unternehmerisches Handeln verändern, steigert sich kontinuierlich. Die fortschreitende Digitalisierung und Flexibilisierung von Produktionsprozessen beschleunigt den Takt der Veränderungsprozesse. Wer sich in einem wettbewerbsintensiven Umfeld positionieren und behaupten will, muss schnell und anpassungsfähig sein.

Wie wirkungsvoll, wie klar und in welcher Zeit sich Unternehmer und Mitarbeiter über Ziele, Maßnahmen und Prozesse verständigen können ist zu einer zentralen Frage der Wertschöpfung geworden. Die Gestaltung der internen Kommunikation ist mittlerweile ein erfolgskritischer Faktor. Ähnliches gilt seit langem für die Kommunikation eines Unternehmens zu seinen Anspruchs-gruppen von außen wie Kunden, Geschäftspartnern und öffentlichen wie privaten Institutionen.

Wettbewerbsfähigkeit

Wettbewerbsfaktoren wie Produkt-eigenschaften, Technik, Herstellungsprozess oder Vertrieb reichen heute meist nicht mehr dazu aus, ein Alleinstellungsmerkmal oder einen Wettbewerbsvorteil zu kreieren. Zudem sind in vielen Größen die natürlichen Grenzen erreicht. Die Frage lautet also: Wie unterscheide ich mich vom Wettbewerb?

Kommunikationsabläufe

Die Qualität von Kommunikationsabläufen in Unternehmen ist ein Wettbewerbsmerkmal, in dem sich Organisationen voneinander unterscheiden. Beispielsweise können kleine und mittlere Unternehmen dann mit Konzernen konkurrieren, wenn sie ihre internen Abläufe sehr zielorientiert und wirtschaftlich gestalten. Sie können so Entscheidungen schneller vorbereiten und durchführen, Projekte effizienter umsetzen.

Identifikation und Engagement

Interne Kommunikation stärkt nicht nur das Verständnis zwischen Management und Mitarbeiter, sie stärkt auch die Beziehungen. Wenn alle Effizienzsteigerungspotentiale ausgeschöpft sind, ist die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen und seinen Zielen, ihre Bereitschaft dazu, die extra Meile zu gehen, die einzige erfolgskritische Größe.

Innovationsfähigkeit

Den Markt beständig mit neuen Produkten und Services zu überraschen und dadurch einen Wettbewerbsvorteil zu kreieren gehört in einem sich permanent wandelnden Umfeld schon beinah zum Tagesgeschäft. Damit diese Innovationen aus dem Unternehmen heraus entwickelt werden, muss der Schatz in den Köpfen der Mitarbeiter gehoben werden, in einem Klima, das Raum für kreatives Denken und den Blick für Zusammenhänge ermöglicht. Das erfordert den Dialog über Hierarchien hinweg.

Wie können Mitarbeiter motiviert werden?

Wie bekommen Unternehmen diese begeisterten, interessierten Mitarbeiter? Wie motivieren wir Andere langfristig dazu, freiwillig dieses Engagement zu zeigen? Unternehmen benötigen Menschen, die sich dauerhaft für ihre Tätigkeit begeistern, die mit Leidenschaft an Lösungen von Aufgaben arbeiten, die freiwillig ihr ganzes Können und ihre Leistung einbringen und die bereit, die berühmte „Schippe drauf zu legen“, wenn es notwendig ist.

Das erreichen Unternehmen, die sich die Ergebnisse der aktuellen Forschung zu Nutze machen:

  • Menschen wollen ihre Ziele erreichen und sie wollen stolz darauf sein können
  • Menschen wollen zu einer Gruppe zugehören, suchen soziale Beziehungen
  • Menschen wollen Respekt und Anerkennung, weil das ihren Status erhöht.

Unternehmenskommunikation leistet genau das. Sie vermittelt die Visionen und Ziele des Unternehmens. Nur wenn die Mitarbeiter diese verstehen, können und wollen sie diese Ziele zu ihren eigenen machen und dabei erfolgreich sein. Der Erfolg wird dann zum Motor, wenn er durch Anerkennung bestätigt wird.

Leistung dank Wertschätzung

Die Wertschätzung der Leistung und der Person durch Führungskräfte, führt dazu, dass auch das Team oder das Management dem einzelnen gegenüber Respekt zeigen kann. Die Leistung jedes Einzelnen bringt die Gruppe voran. Der Status, der damit verbunden ist, motiviert beträchtlich. Das Gegenteil davon, Ohnmacht, demotiviert und macht Menschen langfristig krank.

Interne Kommunikation als Faktor der Reputation

Der internen Kommunikation kommt auch eine erhebliche Bedeutung auch für das Image, die Reputation eines Unternehmens am Markt zu. Mitarbeiter repräsentieren die Produkte und Services und damit die ganze Organisation am Markt. Sie sind die stets authentische Quelle für die Werte des Unternehmens gegenüber Kunden und anderen Anspruchsgruppen. Auch bei der Personalsuche kommt diesem Aspekt besondere Bedeutung zu.